Frage:
Meine Familie und ich würden gerne von Ihnen erfahren, wie Ihre Haltung zum Erhalt bzw. zur Auto-Nutzungssperre des Eisernen Stegs ist.
"F.", Flurlingen
Antwort:
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Ich denke, dass die Brücke erhalten werden sollte. Sie ist die direkteste Verbindung für uns Flurlinger:innen nach Neuhausen (Bahnhof, grösserer Einkauf etc.) und über Neuhausen hinaus.
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Sie sollte zumindest für Velofahrende und Fussgänger:innen offen bleiben.
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Die Brücke sollte auch dem Autoverkehr weiterhin zur Verfügung stehen. Wie man das in Zukunft gestalten kann, wäre ein Thema innerhalb des Verkehrskonzeptes (Teil der Siedlungsentwicklungsstrategie). Ich habe da die eine oder andere Idee.
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Die Brücke hat auch einen logistischen Nutzen (Abwassertransport nach Neuhausen in die Kläranlage).
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Zuerst muss aber die Finanzierung des Brückenprojektes geklärt werden. Neuhausen müsste hier auch in die Pflicht genommen werden.
Wieso denke ich, dass die Brücke offen bleiben sollte:
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Würde sie geschlossen, würde es Mehrverkehr im Dorfzentrum (Gründenstrasse) geben. Das finde ich nicht optimal.
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Wenn Flurlinger:innen einen grossen Bogen per Auto fahren müssten, wenn sie nach Neuhausen etc. wollen, würden zusätzliche Emissionen entstehen.
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Autolärm dürfte es in Zukunft auch weniger geben, da mehr und mehr Elektroautos unterwegs sind. Die hört man praktisch nicht mehr.
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Viele ältere Flurlinger:innen sind auf ein Auto angewiesen und nutzen die Brücke. Diesen Einwohnenden sollte man die Brücke nicht wegnehmen, das würde ihnen das Leben erschweren.
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Solange es keine wirklich gute Lösung mit dem öffentlichen Verkehr innerhalb Flurlingen gibt, müsste die Brücke offen bleiben.
Frage:
Welche Priorität hat für Sie die Zentrumsentwicklung?
Gert Seidenstücker, Flurlingen
Antwort:
Es wäre für Flurlingen schön, wenn es ein Zentrum, eine Begegnungszone gäbe. Sie ist Bestandteil der Siedlungsentwicklungsstrategie. Ob und wie sie umsetzbar wäre, kann ich heute noch nicht beurteilen, dafür brauche ich mehr Informationen und mehr Einsichten in den Entwicklungsstand. Zudem hat sich gestern an der Infoveranstaltung gezeigt, dass bei der Zentrumsplanung allenfalls auch ein Verkehrskonzept mitgedacht werden müsste. Mein Vorgehen: Zuerst Einsicht nehmen, Fakten checken, dann priorisieren.
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Frage:
Können Sie sich auch einen Sitz im Gemeinderat vorstellen, ohne Präsidentin zu sein?
Di, Flurlingen
Antwort:
Ich fokussiere auf das Gemeindepräsidium. Dort könnte ich meine Erfahrungen und Kenntnisse zum Wohle von Flurlingen einbringen.
Sollte der Gemeinderat so zusammengesetzt sein, dass ein schlagkräftiges Team die nächsten Schritte für Flurlingen gestalten kann, wäre das auch eine Option.
Frage:
Sie verweisen auf langfristige Ziele und betonen den Wert vernünftiger Planung – wie lässt sich das mit einer wilden Kandidatur vereinbaren, die auf den ersten Blick weniger strategische Kontinuität als politisches Kalkül erkennen lässt?
Ingo Grünig, Flurlingen
Antwort:
Ich habe meine Zeit gebraucht, um mich für eine Kandidatur zu entscheiden. Dass ich nun "wild kandidiere", beruht auf meinen persönlichen Erfahrungen mit den bestehenden Gemeindeinstanzen. Nach dem Misslingen des Betreuungshauses und der letzten GV habe ich mich entschieden, als Gemeindepräsidentin zu kandidieren, um mitzugestalten, Veränderungen anzuschieben und Flurlingen gemeinsam mit einem fähigen Gemeinderat weiterzubringen.
Gemäss meinem Verständnis taktiere ich nicht mit politischem Kalkül, sondern mit dem Instinkt, dass Flurlingen einen Wechsel, nicht nur im Gemeindepräsidium, sondern auch im Gemeinderat, verdient. Ich bin der Ansicht, dass gerade auf Gemeindeebene Langfristigkeit in der Planung und Weitsicht in der Projektierung unabdingbar sind.
Frage:
Haben Sie Ideen, wie man das Terrain Brunnengässli nutzbar machen könnte?
Martha Keller, Flurlingen
Antwort:
In der noch zu diskutierenden Nutzungsplanung ist vom Brunnengässli die Rede. U.a. wird von Baurecht gesprochen. Das finde ich schon mal gut als Ansatz. Ich habe da ein, zwei Ideen, die vor allem auch der Flurlinger Bevölkerungsstruktur entgegenkommen könnten.
Diese Ideen werde ich gerne vorstellen, wenn ich als neue Gemeindepräsidentin gewählt werde.
Frage:
Was motiviert sie, resp. welche Beweggründe haben dazu geführt, für dieses verantwortungsvolle Gemeindeamt zu kandidieren?
D.S., Flurlingen
Antwort:
Ich interessiere mich schon lange für Politik und stimme immer ab; sei es national, kantonal oder lokal.
Ich kandidiere, weil ich glaube, dass Flurlingen politisch frischen Wind braucht. Wir leben in komplexen Zeiten, welche sich bis auf die lokale Ebene auswirken (werden). Diesbezüglich kann ich mit meinen Erfahrungen sicherlich einen Beitrag zu einem zukünftig gut aufgestellten Flurlingen leisten.
